Wie Boden, Klima und Tradition den Charakter eines Weins formen
Der Begriff Terroir ist in der Welt des Weins allgegenwärtig – und doch bleibt er für viele ein Mysterium. Was genau bedeutet es, wenn ein Winzer sagt, sein Wein schmecke nach dem „Terroir“? Ganz einfach: Terroir beschreibt das Zusammenspiel von Bodenbeschaffenheit, Klima, Lage des Weinbergs und menschlicher Handwerkskunst.
Ein steiniger Kalkboden in Burgund bringt andere Aromen hervor als ein vulkanischer Untergrund auf Sizilien. Dazu kommen Faktoren wie Hanglage, Sonneneinstrahlung oder morgendlicher Nebel, die das Wachstum der Reben beeinflussen. Selbst kleine Unterschiede auf wenigen Metern können den Geschmack spürbar verändern.
Das Besondere: Ein guter Wein erzählt die Geschichte seines Ortes. Wer aufmerksam genießt, schmeckt nicht nur Frucht und Säure, sondern auch Herkunft und Tradition. Terroir ist also kein reines Marketing, sondern ein echtes Qualitätsmerkmal – für Weine mit Charakter und Tiefe.